Tricks bei Mieterhöhungen? – GRÜNE vermuten Fälle von falscher Wohnlageneinordnung

Zu Beginn dieses Jahres haben mehrere Großvermieter in Dresden, wie zum Beispiel Vonovia und Deutsche Wohnen, Ankündigungen von Mieterhöhungen an Dresdner Mieterinnen und Mieter verschickt.

Während der GRÜNEN Veranstaltung „Nur Mieten für Eliten?“, bei der auch der Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Stadtratsfraktion, Thomas Löser, auf dem Podium saß, haben sich einige der Betroffenen gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Mieterhöhung ihrer Meinung nach auf einer falschen Wohnlageneinordnung beruht.

Im Mietspiegel Dresden ist die Stadt in drei Wohnlagen eingeteilt: Einfache Wohnlage, mittlere Wohnlage, gute Wohnlage, zusätzlich gibt es insgesamt 7 Abstufungen.

Mit der Einordnung in eine bessere Wohnlage können Vermieter Mieterhöhungen rechtfertigen. Ist diese Einordnung falsch, handelt es sich aber nicht nur um eine ungerechtfertigte Mieterhöhung, sondern es hat auch Auswirkungen auf den nächsten Mietspiegel, in dem dann die Vergleichsmieten in dieser Gegend steigen.

Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Dresdner Stadtrat dazu: „Wir fordern die betroffenen Mieterinnen und Mieter dazu auf, sich bei der Verbraucherzentrale oder beim Mieterverein beraten und die Einordnung ihrer Wohnlage prüfen zu lassen.“

„Zum Beispiel ist uns bekannt, dass die Hohlbeinstraße als gute Wohnlage geführt wird, laut Dresdner Mietspiegel handelt es sich aber nur um eine mittlere Wohnlage“, nennt Löser einen Fall.

„Mit solchen Tricks schaffen es Vermieter, die Mietpreise in Dresden noch zusätzlich in die Höhe zu treiben. Das ist unanständig und dient nur dem Gewinnstreben der Unternehmen auf Kosten der Mieterinnen und Mieter“, so der Stadtrat abschließend.

Die Wohnlagenkarte des Dresdner Mietspiegels ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.dresden.de/media/pdf/sozialamt/mietspiegel-wohnlagenkarte-2017.pdf

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